Nextcloud-Client einrichten und NAS anbinden
Für meine Daten nutze ich eine Kombination aus Nextcloud und einem lokalen NAS. Unter Ubuntu ließ sich beides relativ unkompliziert einrichten – mit ein paar kleinen Stolperfallen.
☁️ Nextcloud-Client installieren und verbinden
Zuerst habe ich den Nextcloud-Client installiert:
sudo apt install nextcloud-desktop
Nach dem Start meldet man sich einfach mit seinem Server an und wählt einen lokalen Synchronisationsordner.
👉 Wichtig:
Dieser Ordner sollte auf einem Linux-Dateisystem (z. B. ext4) liegen.
⚠️ Warum keine NTFS-Partition?
Anfangs hatte ich überlegt, meine Nextcloud-Daten auf einer NTFS-Partition zu speichern. Das führt jedoch schnell zu Problemen:
- keine echten Linux-Dateirechte
- Probleme mit Synchronisation
- inkonsistentes Verhalten bei Tools
- NTFS-Laufwerk ließ sich oft nicht einbinden und musste erst mit chkdsk in Windows geprüft werden
👉 Deshalb:
Nextcloud-Daten gehören auf ext4, nicht auf NTFS.
🖥️ NAS unter Ubuntu verbinden (SMB)
Mein NAS habe ich über SMB direkt im Dateimanager eingebunden. Im Tab „➕ Andere Orte“ gibt es ein Eingabefeld: „Serveradresse eingeben…“. Dazu gibt man in der Regel auch das Netzwerkprotokoll an, dass man nutzen möchte. In dem Fall smb (Samba) für Windows-Freigaben.

Verbindung:
smb://<user>@<IP-Adresse>
Beispiel:
smb://user@192.168.178.50
Nach Eingabe von Workgroup und Passwort konnte ich:
- die Verbindung als Lesezeichen speichern
- Zugangsdaten dauerhaft speichern
👉 Dadurch erscheint das NAS jederzeit im Dateimanager.
❓ Warum taucht das NAS nicht im Netzwerk-Tab auf?
Interessanterweise wurde mein NAS nicht automatisch im Netzwerk-Browser angezeigt.
Das kann mehrere Gründe haben:
- SMB-Broadcast funktioniert nicht zuverlässig
- alte NAS-Geräte nutzen veraltete Protokolle
- Firewall oder Netzwerkkonfiguration blockiert die Erkennung
👉 Lösung:
Direkt per IP verbinden funktioniert immer.
💡 Warum eine feste IP sinnvoll ist
Ich habe meinem NAS eine statische IP-Adresse gegeben.
Das hat mehrere Vorteile:
- stabile Verbindung (keine wechselnde IP)
- gespeicherte Lesezeichen bleiben gültig
- keine Abhängigkeit vom DHCP
Gerade wenn man häufig darauf zugreift, ist das deutlich zuverlässiger.
🔁 Alternative: NFS statt SMB
Früher hatte ich mein NAS über NFS eingebunden. Das kann Vorteile haben:
- bessere Performance
- native Linux-Integration
Allerdings ist die Einrichtung etwas aufwendiger und hängt stark vom NAS ab.
👉 Für einfache Nutzung ist SMB meist ausreichend.
✅ Fazit
- Nextcloud funktioniert unter Linux problemlos
- NTFS sollte man für aktive Daten vermeiden
- NAS-Verbindungen lassen sich einfach über SMB einrichten
- eine feste IP sorgt für Stabilität
